Der Fluss kann reißend oder ruhig sein.

Jetzt reicht’s mir aber!

So der Titel eines Bestsellers von Robert Betz, der mir eher zufällig, aber sicher nicht ohne Grund in die Hände gefallen ist.

Kernaussage ist, dass alles was uns an anderen Menschen √§rgert, insgeheim in uns selbst steckt, von uns jedoch unterdr√ľckt und oftmals nicht zugelassen wird. Und wenn wir den Mut aufbringen uns in stillen Momenten einen Spiegel vorhalten und ganz tief in uns hineinh√∂ren, merken wir, dass da schon etwas Wahres dran ist.

Betz bezeichnet diese unangenehmen Zeitgenossen plakativ als „Arschengel“. Arsch, weil sie uns ebendorthin gehen; doch in Wirklichkeit sind sie Engel ,weil sie uns einen blinden Fleck unserer Pers√∂nlichkeit aufzeigen und wir k√∂rperlich und psychisch erforschen k√∂nnen, welche Gef√ľhle und Reaktionen bei MIR selbst ausgel√∂st werden. Im √úbrigen k√∂nnen wir es nicht vermeiden, f√ľr andere Menschen selbst zum Arschengel zu werden. Schlie√ülich l√∂sen wir unbewusst, deren Trigger aus.

Die Herkunft dieser unterdr√ľckten Gef√ľhle ist in unserer Kindheit zu suchen, wo wir mit unseren Geschwistern in st√§ndigem Konkurrenzkampf um das wertvollste und doch so knappe Gut lagen: die bedingungslose Liebe unserer Mutter und unseres Vaters (d.h. Liebe, die nicht an „brav sein“, „toll im Sport“ oder „gute Noten“ gebunden ist).

Was können wir nun tun, um mit unseren Arschengeln fertig zu werden?

  1. Wir k√∂nnen uns selbst annehmen, wie wir wirklich sind. Ja, da geh√∂ren auch die Charaktereigenschaften dazu, die wir gerne verstecken oder von denen wir glauben, sie „√ľberwunden“ zu haben.
  2. Wir können uns bewusst entscheiden, mit Vater oder Mutter (diesen ersten und oftmals innigsten Arschengeln unseres Lebens) Friede schließen Рund auch mit allen anderen Arschengeln, die uns beschäftigen.
  3. Wir k√∂nnen, unser Leben achtsam (oder auf neudeutsch „mindful“) leben und unsere Begegnungen mit Arschengeln zu einer Bereicherung unserer Selbsterkenntnis machen.

So können wir aus diesem Teufelskreis von Ungerechtigkeiten und Aggressoren, die uns tyrannisieren ausbrechen und Friede mit uns und unserer Umwelt finden. In dem wir selbst mit uns im Reinen sind, finden wir nicht nur Frieden und Freude, sondern stiften Frieden und verbreiten Freude in unseren Familien, am Arbeitsplatz und in der Welt!

Wir haben das Gl√ľck, erstmals seit Tausenden von Jahren in einer Generation zu leben, in der wir dieses Geschenk der Freiheit und Liebe erhalten. Wenn wir uns dazu entscheiden, es anzunehmen…

Ich habe beschlossen, den aufgezeigten Weg zu gehen! Hin und wieder werde ich stolpern. Ich hoffe, dass ich in diesen Situationen den richtigen Blog-Artikel als Achtsamkeitsst√ľtze zur Hand habe und mich auch oder gerade in schwachen Momenten als liebenswerten Menschen annehme.

Zum Vertiefen…

Zum Selberlesen gibt es diesen Gedankenanstoßer im gut sortierten Buchhandel oder auch zum Beispiel hier zu bestellen.

Au√üerdem gibt es zahlreiche Ausz√ľge von Online-Seminaren und gef√ľhrte Meditationen gratis auf der Homepage des Autors.

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